Stiftgasse 10, 1070 Wien. Ein Raum mitten in der Stadt, in den man einfach hineingehen kann. Wir nennen ihn Kompetenzzentrum Null — hier fangen wir an.
Tür an Tür mit ZIMT, dem Wiener Magazin für die Psyche.
Warum Null?
Weil Null der Anfang ist — und weil der Anfang schon zählt. Alles, was hier gelernt wird, lernt WE.
Offene Abende. Menschen, die etwas wissen, und Menschen, die etwas brauchen, im selben Raum.
Werkstätten. Kleine Gruppen an einer konkreten Frage — an Sprache, an Abläufen.
Gespräche. Mit Fachleuten aus Psychologie, Psychiatrie, Sozialarbeit und Journalismus. Und mit Menschen, die einfach da sind.
, Wien — die Gespräche, das Format, die Technik. Seit 2012 baut er in Wien Communities und Beteiligungsformate auf, darunter den #SOSkonvoi und von 2013 bis 2017 den geheimen kunstSalon hier in der Stiftgasse 10. Eigene KI-Systeme betreibt er seit 2021.
Die wissenschaftliche Grundlage von WE heißt Refiktion. Sie ändert nicht die Methode, sondern das, was ein Forschungsobjekt sein darf — und was ein Ergebnis bedeutet. Beide Bakkalaureatsarbeiten seines Studiums in einem Werk, an der Universität Wien geprüft und mit „sehr gut" beurteilt. Ein Klick auf den Namen öffnet die Arbeit — hier steht sie vollständig und neu gesetzt.
Schreiben kannst du jederzeit: we@digital3000.org
Die Form.
Welche juristische Körperschaft die richtige ist — Verein, Firma oder Stiftung — wird gerade geprüft und im Lauf der Forschungsarbeit entschieden. Bis dahin ist WE ein rein privates, gemeinnützig-unentgeltliches Forschungsprojekt.
Wer WE baut, prüft es nicht selbst. Geprüft wird WE von Menschen aus der Wissenschaft, die es nicht erfunden haben. Sie planen die Versuche, messen, werten aus und dürfen WE widerlegen.
Wer im Team dazukommt, entscheidet sich mit der Förderung. Die Namen stehen hier, bevor der erste Wunsch kommt.
Stiftgasse 10, 1070 Wien.
Die Termine der offenen Abende stehen hier, sobald sie feststehen.
Ein kommunikationswissenschaftliches Manifest · Universität Wien, 2009/2010 · zwei Akte, 96 Seiten · geprüft und mit „sehr gut" beurteilt
Zwei Arbeiten, ein Werk. Das Studium verlangte zwei Bakkalaureatsarbeiten in zwei Seminaren. Tom Kleinhagauer hat daraus ein zusammenhängendes Werk in zwei Akten gemacht: die Theorie bei Dr. Marian Adolf, die Praxis bei Prof. Thomas A. Bauer. 96 Seiten, sechzehn Jahre vor WE.
Eine Refiktion behandelt ein System, das es noch nicht gibt, bewusst so, als wäre es bereits Wirklichkeit — und untersucht es dann mit den herkömmlichen Mitteln wissenschaftlicher Methodik: Forschungsfrage, Hypothese, Operationalisierung, Prüfung.
Die Methode ändert sich dabei nicht. Genau das weist die Arbeit nach: dass zwischen herkömmlicher wissenschaftlicher Arbeitsweise und fiktiven Forschungsobjekten keine prinzipielle Unvereinbarkeit besteht. Neu sind die Bedingungen an das Objekt — es muss sich selbst zum Scheitern drängen: falsifizierbar, so genau beschrieben wie eine Erhebung, an reale gesellschaftliche Strukturen gebunden.
Und neu ist, was ein Ergebnis bedeutet. Hält die Refiktion stand, wird sie zur Realisierung; hält sie nicht stand, zur Fiktionalisierung. Die Untersuchung ist damit selbst ein Schritt im Entstehen ihres Gegenstands.
An der Universität Wien geprüft und mit „sehr gut" beurteilt.
Genau so wird WE gebaut. Und schon 2009 steht darin die Frage, die das WundernetzwErk heute stellt: wie sich Nachvollziehbarkeit zwischen Menschen herstellen lässt, ohne das Denken zu fesseln.